Connected Minds – Erasmus+ Projekt zu KI & Mentale Gesundheit für 18-25 Jährige

KI ist längst Teil unseres Alltags. Wir nutzen ChatGPT, sehen KI-generierte Bilder und begegnen Algorithmen in Social Media – oft täglich. Aber wissen wir auch, wie diese Systeme funktionieren, welche Daten sie nutzen und was sie mit unserem Wohlbefinden machen? Connected Minds – Youth Voices on AI and Mental Health bringt junge Menschen aus Rumänien und Österreich zusammen, um genau diese Fragen zu stellen und gemeinsam Antworten zu entwickeln.

Nicht nur KI nutzen. KI Verstehen und Mitgestalten.

In Österreich haben Jugendliche meist frühen Zugang zu digitalen Tools, kämpfen aber mit Leistungsdruck, Perfektionismus, Vergleichskultur und unsichtbaren mentalen Belastungen, die mit mehr Screen-Time und Social-Media-Nutzung einhergehen. In Rumänien stehen viele Jugendliche, etwa Care-Leaver und junge Menschen in benachteiligten Lebenslagen, vor struktureller Unsicherheit und wenig Zugang zu psychologischer Unterstützung. Sie sind aber genauso tief in KI-geprägte digitale Umgebungen eingebettet. Eine von uns geführte Umfrage mit 43 jungen Menschen aus beiden Ländern zeigt die Lücke zwischen Nutzung und Kompetenz: 95% kennen generative KI, 75% nutzen sie aktiv, aber nur 17% fühlen sich sicher, KI-Informationen auf Vertrauenswürdigkeit zu prüfen. Fast die Hälfte beschreibt die Wirkung auf das eigene Wohlbefinden als gemischt oder unklar; 30% greifen bei Stress regelmäßig auf KI als emotionale Stütze zurück. Connected Minds setzt genau hier an: Das Projekt verbindet kritische AI-Literacy mit mentaler Gesundheit, digitaler Selbstbestimmung und gegenseitiger Unterstützung – und schafft einen transnationalen Raum, in dem diese unterschiedlichen, aber verbundenen Realitäten sichtbar werden.

Connected Minds richtet sich an 20 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren aus Österreich und Rumänien – besonders an junge Erwachsene, die bisher weniger Zugang zu Bildungsangeboten oder digitalen Gestaltungsmöglichkeiten hatten. In einem 5-tägigen Youth-Camp in der Umgebung von Wien, treffen sich die Jugendlichen um sich zusammen mit den drei beteiligten Partnerorganisationen Stabil im Kopf, The Social Incubator und Womentor, über die genannten Themen zu lernen, sich auszutauschen und anschließend in internationalen Teams eigene Awareness-Kampagnen zu entwickeln. Damit können sie zu Multiplikator:innen werden und weiteren Jugendlichen die Themen KI-Literacy und Mentale Gesundheit näher bringen.

Der Projektverlauf

Nach zwei Online-Info-Sessions werden 20 Youth Leaders ausgewählt – zehn aus Österreich und zehn aus Rumänien. Im Februar 2027 treffen sie sich zu dem fünftägigen Youth Co-Creation Lab in Österreich. Dort geht es um Bias und Manipulation, Datenschutz, Algorithmen, digitale Selbstbilder und die Frage, wann KI unterstützt – und wann sie zusätzlichen Druck erzeugt.

Die Timeline

  • September 2026: Projektstart und Vorbereitung durch die Partnerorganisationen
  • Oktober bis November 2026: Info-Sessions und anschließende Bewerbungsphase – Auswahl der 20 Youth Leaders.
  • Februar 2027: Fünftägiges internationales Co-Creation Lab in Österreich
  • Februar bis Juni 2027: Begleitung, Peer-Learning und Umsetzung der Kampagnen
  • Juni 2027: Präsentation der Ergebnisse und Veröffentlichung

Werde Teil von Connected Minds

Du musst kein AI-Profi sein. Wichtig sind deine Perspektive, deine Fragen und deine Lust, gemeinsam mit anderen etwas zu entwickeln. Du lernst, digitale Systeme kritischer zu verstehen, stärkst deine eigenen Strategien für digitales Wohlbefinden und wirst selbst zur Stimme für einen bewussteren Umgang mit KI. Die Ergebnisse sollen mehr als 5.000 junge Menschen erreichen und auch anderen Organisationen in Europa zur Verfügung stehen.

Du möchtest dabei sein? Dann trag dich jetzt in die Interessent:innenliste ein. Dort erfährst du, wann die Info-Sessions stattfinden und wann und wie du dich für das Projekt bewerben kannst.

Für mehr Infos schaue auch auf unsere Projektseite.

Connected Minds wird von der Europäischen Union, durch Erasmus+ als “Small-scale Project for Youth (KA210-YOU)” kofinanziert.